Was muss ich bei Inseraten als Immobilienmakler beachten?

Was muss ich bei Inseraten als Immobilienmakler beachten?

So werden aus Anzeigen echte Anfragen – statt teurer Enttäuschungen

Immobilieninserate sind für viele Makler „Pflichtprogramm“.
Doch die Wahrheit ist:

👉 Ein schlechtes Inserat kostet Dich Zeit, Geld und Nerven.
👉 Ein gutes Inserat verkauft nicht – es filtert und überzeugt.

Vielleicht kennst Du das:

  • viele Anfragen, aber keine passenden Interessenten

  • ständig dieselben Fragen

  • Besichtigungen ohne Ergebnis

  • Eigentümer, die unzufrieden werden

Das liegt selten am Objekt –
sondern fast immer am Inserat.

In diesem Artikel erfährst Du:

  • was ein gutes Immobilieninserat wirklich ausmacht

  • welche Fehler Du unbedingt vermeiden solltest

  • wie Du die richtigen Interessenten anziehst

  • und warum weniger Anfragen oft die besseren sind

Wichtiger Hinweis:
Dieser Blog stellt keine Rechtsberatung und keine Steuerberatung dar. Alle Inhalte dienen der allgemeinen Information und dem Erfahrungsaustausch. Für rechtliche Fragen (z. B. Pflichtangaben, Wettbewerbsrecht) wende Dich bitte an entsprechende Fachstellen oder Berater.


1. Die wichtigste Erkenntnis vorab: Inserate sollen nicht gefallen

Viele Makler machen diesen Fehler:
❌ Sie wollen mit ihrem Inserat allen gefallen.

Die Realität:
👉 Ein gutes Inserat spricht eine klare Zielgruppe an –
und schreckt andere bewusst ab.

Das spart:

  • Zeit

  • Nerven

  • Besichtigungen ohne Mehrwert


2. Zielgruppe zuerst – nicht das Objekt

Bevor Du ein Inserat schreibst, frage Dich:

  • Wer soll hier wohnen?

  • Für wen ist diese Immobilie ideal?

  • Wen möchte ich bewusst nicht ansprechen?

Beispiele:

  • Kapitalanleger

  • Eigennutzer

  • Familien

  • Singles

  • Senioren

👉 Das Objekt ist gleich – die Ansprache nicht.


3. Die Überschrift: Dein größter Hebel

Die Überschrift entscheidet:
👉 Klick oder kein Klick

Schlechte Beispiele:
❌ „Schöne Wohnung in guter Lage“
❌ „Attraktives Einfamilienhaus“

Bessere Beispiele:
✅ „Familienfreundliches Haus mit Garten in ruhiger Lage“
✅ „Kapitalanlage mit solider Rendite und langfristigem Mieter“

👉 Klar, konkret, zielgruppenorientiert.


4. Der Beschreibungstext: Weniger Floskeln, mehr Nutzen

Viele Inserate klingen gleich:
❌ „lichtdurchflutet“
❌ „top Lage“
❌ „hochwertig“

Stattdessen:
👉 Beschreibe Nutzen – nicht Eigenschaften

Beispiel:

  • Nicht: „großer Balkon“

  • Sondern: „Balkon mit Platz für Frühstück in der Morgensonne“

👉 Menschen kaufen Emotionen – keine Quadratmeter.

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5. Ehrlichkeit verkauft langfristig

Ein häufiger Denkfehler:
❌ „Negative Punkte schreibe ich lieber nicht.“

Die Realität:
👉 Ehrlichkeit spart Dir falsche Anfragen.

Wenn:

  • Straße laut ist → sagen

  • kein Aufzug vorhanden → erwähnen

  • Renovierungsbedarf besteht → klar benennen

👉 Wer trotzdem anfragt, passt wirklich.


6. Struktur schlägt Textwüste

Niemand liest gern lange Textblöcke.

Nutze:

  • Absätze

  • Zwischenüberschriften

  • Aufzählungen

  • klare Gliederung

Bewährt:

  1. Kurze Einleitung

  2. Objektbeschreibung

  3. Ausstattung

  4. Lage

  5. Sonstiges / Hinweise

👉 Lesbarkeit erhöht die Anfragequalität.


7. Bilder: Qualität vor Quantität

Bilder entscheiden oft mehr als der Text.

Wichtig:

  • gute Belichtung

  • aufgeräumte Räume

  • klare Perspektiven

  • keine verzerrten Handyfotos

Reihenfolge:

  1. stärkstes Bild zuerst

  2. Wohnbereich

  3. Küche

  4. Bad

  5. Schlafzimmer

  6. Außenbereich

👉 Schlechte Bilder = schlechtes Inserat – egal wie gut der Text ist.


8. Grundrisse & Zusatzunterlagen

Viele Interessenten:
👉 schauen zuerst auf den Grundriss

Achte auf:

  • gute Lesbarkeit

  • saubere Darstellung

  • korrekte Maße

Optional:

  • Lageplan

  • Energieausweis

  • Zusatzinfos als Download

👉 Transparenz schafft Vertrauen.

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9. Pflichtangaben: Unbedingt beachten

Auch wenn ich hier keine Rechtsberatung gebe:
👉 Pflichtangaben sind kein „Nice-to-have“.

Typische Pflichtangaben:

  • Energiekennwerte

  • Baujahr

  • Energieausweistyp

  • Heizungsart

👉 Fehlende Angaben können:

  • Abmahnungen

  • Ärger

  • Kosten

verursachen.


10. Der Preis: ehrlich & marktgerecht

Ein falscher Preis:

  • schreckt ab

  • zieht falsche Interessenten an

  • verlängert Vermarktungsdauer

Zu hoch:
❌ wenige, unrealistische Anfragen
Zu niedrig:
❌ viele, aber unpassende Anfragen

👉 Der Preis filtert Deine Zielgruppe.


11. Call-to-Action: Was soll der Interessent tun?

Viele Inserate vergessen das Wichtigste:
👉 eine klare Handlungsaufforderung

Beispiele:

  • „Fordere jetzt das ausführliche Exposé an“

  • „Schreibe uns für weitere Informationen“

  • „Jetzt Besichtigung anfragen“

👉 Ohne CTA keine Conversion.


12. Exposé-Anfrage bewusst gestalten

Nicht jeder Klick ist wertvoll.

Überlege:

  • Welche Informationen möchte ich vorab?

  • Wie qualifiziere ich Interessenten?

  • Welche Fragen helfen mir?

👉 Qualität vor Quantität.

(👉 Im nächsten Beitrag gehen wir genau auf Exposé-Anfragen & Buttons ein.)


13. Plattformen richtig nutzen

Jede Plattform funktioniert anders:

  • ImmobilienScout24

  • ImmoWelt

  • Immonet

  • Kleinanzeigen
  • Social Media

  • Webseite

Passe:

  • Textlänge

  • Bildauswahl

  • Tonalität

an die Plattform an.

👉 Copy & Paste verschenkt Potenzial.


14. Typische Inserats-Fehler von Immobilienmaklern

❌ zu allgemein
❌ zu viel Marketing-Sprache
❌ fehlende Zielgruppe
❌ schlechte Bilder
❌ keine Struktur
❌ keine CTA
❌ rechtliche Angaben vergessen


15. Fazit: Ein gutes Inserat arbeitet für Dich

Ein professionelles Immobilieninserat:

  • zieht passende Interessenten an

  • filtert unpassende heraus

  • spart Zeit

  • erhöht Abschlusschancen

  • stärkt Deine Marke als Makler

👉 Inserate sind kein notwendiges Übel –
sie sind ein zentrales Werkzeug Deines Erfolgs.