Was muss ich bei Social-Media-Posts als Immobilienmakler beachten?

Was muss ich bei Social-Media-Posts als Immobilienmakler beachten?

Inhalte, die Vertrauen aufbauen – statt Reichweite zu verbrennen

Social Media ist für Immobilienmakler heute keine Spielerei mehr, sondern ein fester Bestandteil von Sichtbarkeit, Markenaufbau und Kundenakquise. Trotzdem hört man immer wieder:

  • „Social Media bringt mir keine Kunden.“

  • „Ich poste, aber es passiert nichts.“

  • „Andere Makler wirken erfolgreicher als ich.“

Die Ursache liegt selten am Algorithmus –
sondern fast immer am Inhalt und der Erwartungshaltung.

In diesem Artikel erfährst Du:

  • worauf es bei Social-Media-Posts für Immobilienmakler wirklich ankommt

  • welche Inhalte funktionieren – und welche nicht

  • wie Du Vertrauen statt nur Reichweite aufbaust

  • und warum Social Media ein Marathon ist, kein Sprint

Wichtiger Hinweis:
Dieser Blog dient ausschließlich der allgemeinen Information und dem Erfahrungsaustausch. Er stellt keine Rechtsberatung und keine Steuerberatung dar. Für rechtliche Fragen (z. B. Wettbewerbsrecht, DSGVO, Bildrechte) wende Dich bitte an entsprechende Fachstellen oder Berater.


1. Die wichtigste Wahrheit zuerst: Social Media verkauft nicht direkt

Viele starten mit der Erwartung:
❌ „Ich poste ein Objekt – und bekomme Aufträge.“

Die Realität:
👉 Social Media verkauft nicht sofort, sondern:

  • baut Vertrauen auf

  • macht Dich sichtbar

  • positioniert Dich als Experte

  • sorgt dafür, dass man an Dich denkt, wenn es relevant wird

👉 Social Media ist Beziehungsaufbau, kein Immobilienportal.


2. Menschen folgen Dir – nicht Deinen Objekten

Objekte sind austauschbar.
Du bist es nicht.

Erfolgreiche Immobilienmakler posten:

  • sich selbst

  • ihre Gedanken

  • ihre Erfahrungen

  • ihren Alltag

  • ihre Haltung

👉 Menschen wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben.


3. Die richtige Plattform wählen

Nicht jede Plattform ist für jeden Makler sinnvoll.

Instagram

  • emotional

  • visuell

  • ideal für Storytelling & Einblicke

Facebook

  • lokal stark

  • Gruppen & Empfehlungen

  • ältere Zielgruppen

LinkedIn

  • Business-orientiert

  • ideal für Investoren & Kooperationen

  • Expertenstatus

👉 Lieber eine Plattform richtig als drei halbherzig.


4. Welche Inhalte funktionieren wirklich?

Ein bewährter Mix:

1️⃣ Persönliche Einblicke

  • Dein Alltag

  • Besichtigungen (ohne Details)

  • Vorher–Nachher

  • Gedanken zur Branche

2️⃣ Wissensbeiträge

  • Verkaufstipps

  • Marktinfos

  • typische Fehler von Eigentümern

  • rechtliche Basics (ohne Beratung)

3️⃣ Storytelling

  • Kundengeschichten

  • Erfahrungen

  • Learnings

  • ehrliche Einblicke

4️⃣ Objekte (dosiert!)

  • nicht nur Daten

  • sondern Geschichten

  • Zielgruppenansprache

👉 80 % Mehrwert – 20 % Verkauf.

Social Media für Immobilienmakler
Social Media für Immobilienmakler

5. Tonalität: So solltest Du schreiben

Vergiss:
❌ Hochglanz
❌ Makler-Floskeln
❌ Verkaufssprache

Nutze:

  • klare Sprache

  • Du-Ansprache

  • Persönlichkeit

  • Ehrlichkeit

  • Haltung

👉 Schreib so, wie Du sprichst.


6. Regelmäßigkeit schlägt Perfektion

Viele warten auf:
❌ perfekte Bilder
❌ perfekte Texte
❌ perfekte Videos

Und posten gar nicht.

👉 Lieber regelmäßig gut als selten perfekt.

Empfehlung:

  • 2–3 Posts pro Woche

  • plus Stories


7. Bilder & Videos: Authentisch gewinnt

Smartphone reicht völlig aus.

Wichtig:

  • gute Lichtverhältnisse

  • ruhiger Hintergrund

  • echtes Lächeln

  • kein Filter-Zirkus

👉 Authentizität schlägt Hochglanzproduktion.

Storytelling als Immobilienmakler
Storytelling als Immobilienmakler

8. Hashtags & Reichweite – realistisch bleiben

Hashtags helfen – aber sie sind kein Zauberstab.

Nutze:

  • regionale Hashtags

  • Branchenthemen

  • eigene Hashtags

Beispiel:
#immobilienmakler
#immobilienverkauf
#makleralltag
#deinestadt

👉 Sichtbarkeit entsteht durch Inhalt + Kontinuität.


9. Rechtliches nicht unterschätzen

Auch ohne Rechtsberatung gilt:
👉 Social Media ist kein rechtsfreier Raum.

Achte besonders auf:

  • Bildrechte

  • Persönlichkeitsrechte

  • DSGVO

  • Werbung & Kennzeichnung

  • Aussagen zu Preisen & Renditen

👉 Im Zweifel: lieber weglassen als riskieren.


10. Kommentare & Nachrichten sind Gold wert

Reagiere:

  • zeitnah

  • freundlich

  • wertschätzend

👉 Social Media lebt vom Dialog – nicht vom Senden.


11. Typische Social-Media-Fehler von Immobilienmaklern

❌ nur Objekte posten
❌ unregelmäßig
❌ keine Persönlichkeit
❌ zu werblich
❌ zu hohe Erwartungen
❌ nach 4 Wochen aufgeben


12. Wie lange dauert es, bis Social Media wirkt?

Die ehrliche Antwort:
👉 Monate – nicht Wochen.

Social Media ist:

  • ein Langzeitinvestment

  • ein Vertrauensaufbau

  • ein Markenprozess

👉 Viele Aufträge entstehen erst, wenn man Dich schon lange kennt.


13. Social Media & Kundenakquise – so hängt es zusammen

Social Media sorgt dafür, dass:

  • Eigentümer Dich beobachten

  • Vertrauen entsteht

  • Du im Kopf bleibst

  • Empfehlungen leichter fallen

👉 Der Auftrag kommt oft nicht über den Post,
sondern wegen der Summe aller Posts.

Über Makler-Alltag berichten
Über Makler-Alltag berichten

14. Social Media als Teil Deiner Marke

Deine Posts sollten:

  • zu Dir passen

  • Deine Werte widerspiegeln

  • Deine Positionierung stärken

👉 Sei nicht der nächste Makler –
sei der Makler, den man erkennt.


15. Fazit: Social Media ist kein Zwang – aber eine große Chance

Wenn Du Social Media:

  • ehrlich

  • regelmäßig

  • mit Mehrwert

  • und Geduld

nutzt, dann wird es:
👉 kein Stressfaktor
👉 sondern ein echter Wettbewerbsvorteil